Thema der Woche

Hitzschlag

Wir lieben Sommer. Doch die wärmenden Sonnenstrahlen machen uns nicht nur glücklich, sondern können auch gefährlich für unsere Gesundheit werden. Warum sollte man Hitzeschäden nicht unterschätzen und was kann man dagegen tun?

Viele von uns können die gewaltige Energie nicht richtig einschätzen, die von der Sonne ausgeht. Schliesslich verfügt unser Körper über eine perfekte natürliche Klimaanlage. Doch manchmal reicht diese nicht mehr, besonders wenn man den Sonnenstrahlen zu lange ausgesetzt wird. Die langwellige Infrarotstrahlung dringt durch die Haut hindurch und kann unsere inneren Organe erwärmen. Besonders empfindlich reagiert darauf unser Gehirn. Bei Überwärmung verbraucht unser Körper zu viel Wasser und zu viele Elektrolyte und braucht Hilfe, um weiter intakt funktionieren zu können. Man schwitzt extrem und verliert wichtige Körperflüssigkeit. Als Folge kann das an die Haut­ober­fläche geleitete Blut keine Wärme mehr abgeben.

Man unterscheidet zwischen Sonnenstich und Hitzschlag. Ein Hitzschlag ist die Steigerung eines Sonnenstichs. Wenn man seinen Kopf und Nacken zu lange der direkten Sonnenstrahlung aussetzt, wird die Hirnhaut erhitzt, was zu ihrer Entzündung führt. All das geht mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, einem erhöhten Puls oder einem steifen Nacken einher, doch die Körpertemperatur ist in der Regel nicht erhöht. Bei einem Hitzschlag leidet der ganze Körper: durch den Schweiss verliert der Körper zu viel Flüssigkeit und Salz, weswegen das Blut dickflüssiger wird. Es kommt zu einer Hitzeerschöpfung mit Schwindel, Übelkeit, blasser sowie kalter Haut und trockenen Schleimhäuten, woraus sich letztendlich ein Hitzschlag entwickelt. Dieser lebensgefährliche Zustand äussert sich in Symptomen wie gerötete Haut, bis zu 40 Grad erhöhte Körpertemperatur und sogar Ohnmacht. Die Schweissproduktion versagt vollständig. Ein Hitzschlag ist immer ein Notfall und im schlimmsten Fall endet er mit einem Hitzetod.

Es ist daher sehr wichtig, solchen Zuständen vorzubeugen und bei Bedarf eine richtige erste Hilfe zu leisten. Hier sind einige Tipps:

  • Vorsorge ist besser als Nachsorge. Tragen Sie eine Kopfbedeckung und verzichten Sie auf direkte Sonneneinstrahlung. Tragen Sie luftige, lockere, helle Kleidung. Vermeiden Sie extreme körperliche Anstrengung und trinken Sie ausreichend Wasser. Beachten Sie, dass man an heissen Tagen mindestens einen halben Liter Wasser zusätz­lich braucht.

  • Bei einem Sonnenstich muss der Betroffene sofort raus aus der Sonne! Bringen Sie den Betroffenen in eine kühle und schattige Umgebung und legen Sie ihn mit leicht erhöhtem Kopf und hoch gebetteten Beinen hin. Lockern Sie die Kleidung bei Bedarf.

  • Wenn der Betroffene in der Lage ist, sollte er Wasser trinken. Am besten klares Wasser ohne Kohlensäure und ohne Eiswürfel. Empfehlenswert sind auch elektrolythaltige Getränke wie Mineralwasser, Tee mit etwas Salz (ca. 1 Teelöffel Kochsalz auf einen Liter) oder Brühe.

  • Empfehlenswert sind kalte Umschläge auf Nacken, Stirn, Armen und Beinen. Das Ziel ist die Körpertemperatur zu senken. Verwenden Sie aber keinesfalls eiskalte Wasser oder Eisabreibungen – diese machen das Gegenteil, sie lassen den Körper erwärmen. Plötzliche kalte Reize können auch einen Kälteschock verursachen.

  • Gut ausruhen: anstrengende Bewegungen sollten vermieden werden bis die Symptome nachlassen.

  • Bei einem Hitzschlag rufen Sie schnellstmöglich den ärztlichen Notdienst an. Der bewusstlose Betroffene sollte sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Mit diesen Tipps können Sie einem Sonnenstich und Hitzschlag vorbeugen und dem Betroffenen eine schnelle erste Hilfe leisten.

Fakten zum Thema

  1. Hitzschlag ist eine der gefährlichsten Folgen, die uns Hitze körperlich zufügen kann.
  2. Besonders oft betroffen sind Menschen, die an Hitze nicht gewöhnt sind, darunter auch Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen sowie chronisch Kranke.
  3. Unser Körper kann Tem­peraturen über 37 Grad Celsius nur schwer verkraften. Für em­pfind­liche Menschen ist das sogar lebensgefährlich.
  4. Achten Sie darauf, Ihr Kind niemals in einem in der Sonne geparkten Auto alleine zu lassen.




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