Thema der Woche

Aminosäuren

Ohne sie gibt es kein Leben. Muskeln, Haut, Körpergewebe werden aus diesen kleinen Bausteinen gebildet. Ihr Mangel wird auch mit Alterungsprozessen in Verbindung gebracht. Es geht um die Bausteine des Lebens und wahre gesundheitliche Multitalente: Aminosäuren.

Aminosäuren sind Proteinbausteine, die unterschiedlich lange Ketten bilden und schliesslich als die sogenannte Ursubstanz für unsere Hormone, Enzyme, Körpergewebe, Knochen und sogar für DNA dienen. Aminosäuren enthalten Stickstoff (N) und sind die einzige natürliche Quelle dieses lebenswichtigen Stoffes. Sie sind auch die Grundlage für Botenstoffe im Gehirn und für weitere unterschiedliche Stoffe, die unser Immunsystem braucht. Aus den 20 verschiedenen proteinbildenden Aminosäuren werden in unserem Körper ca. 50.000 verschiedene Eiweissstoffe hergestellt.

Es gibt essentielle Aminosäuren, die unser Körper selbst nicht herstellen kann, und nicht essentielle. Acht essentielle proteinbildende Aminosäuren müssen ständig mit der Nahrung aufgenommen werden. Das sind Valin, Leucin, Isoleucin, Threonin, Lysin, Methionin, Phenylalanin und Tryptophan. Es gibt auch die semi-essentiellen Aminosäuren, die in bestimmten Situationen oder bis zu einem bestimmten Alter selbst von unserem Körper hergestellt werden. Aminosäuren werden ihrer chemischen Struktur nach auch in rechtsdrehende (D-Form) und linksdrehende (L-Form) unterteilt. Sie unterscheiden sich in ihrer Wirkung.

Da Aminosäuren überlebenswichtig sind, sollte man den Organismus ständig mit ihnen versorgen. Hier sind wirksame Tipps dafür.

  • Bei kalorienreduzierten Diäten muss man besonders auf die ausreichende Eiweisszufuhr achten, sonst werden Muskeln abgebaut. Hochwertige Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungen mit essenziellen Proteinbausteinen sorgen für eine wertvolle Unterstützung, um Ihre Muskeln nicht nur erhalten, sondern auch aufbauen zu können. Sportler und Ausdauersportler sollten diesen erhöhten Bedarf mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel decken.

  • Sinnvoll ist die gezielte Ergänzung mit Aminosäuren im fortgeschrittenen Alter sowie bei erschöpfenden Erkrankungen, da Eiweiss in dieser Zeit nicht mehr so effektiv aufgenommen werden kann. Dasselbe gilt auch für Stress- und Belastungssituationen.

  • Bei Schlafstörungen kann die Aminosäure L-Tryptophan eine schnelle Abhilfe leisten. Sie trägt unmittelbar zur Bildung von Serotonin bei, das Schlafstörungen vorbeugen und lindern kann, und dient somit als ein sanftes und natürliches Schlafmittel.

  • Einige Aminosäuren sind Vorläufer für verschiedene wichtige Hormonen, die unser Wohlbefinden und unsere Stimmung stark beeinflussen und uns etwas aufmuntern können. Für die Einnahme braucht man aber einen ärztlichen Rat.

  • Als gute Quelle von stimmungsaufhellender Aminosäure Tryptophan gelten Sojabohnen, Cashewkerne, Erdnüsse, Linsen, Haferflocken und Kakao.

  • Lysin, das für Knochenwachstum und für eine schnelle Wundheilung verantwortlich ist, kann man aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Bierhefe, Spirulina-Algen und Weizenkeimen bekommen.

  • Einen hohen Anteil an Fitness-Aminosäure Leucin weisen Hirse, Mais, Hafer, Hülsenfrüchte und Walnüsse auf.

Sorgen Sie für eine ausreichende Aminosäuren-Zufuhr und bleiben Sie immer geistig und körperlich fit!

Fakten zum Thema

  1. Unser “Glückshormon” Serotonin wird auf Basis von einer essentiellen Aminosäure Tryptophan gebildet.
  2. Für die Bildung von Schilddrüsenhormon T4 braucht unser Körper die Aminosäure Tyrosin. Auch verschiedene Enzyme werden aus Aminosäuren gebildet.
  3. Die Aminosäure L-Lysin wirkt gegen Herpes simplex. Sie verdrängt L-Arginin und stört somit den Vermehrungszyklus des Virus.