Alles über einen optimalen Blutdruck

Blutdruck

Der Blutdruck verändert sich ständig und Blutdruckschwankungen im Laufe des Tages sind ganz natürlich. Ist aber der Blutdruck zu niedrig oder zu hoch, kann das etwas schlimmeres als nur Kopfschmerzen verursachen.

Das Blut soll mit einem gewissen Druck aus dem Herzen in die Blutgefässe gepumpt werden, um alle unsere Zellen gut mit Sauerstoff zu versorgen. Das ist durchaus wichtig für ein funktionierendes Herz-Kreislauf-System und somit für alle Prozesse in unserem Körper. Morgens ist der Blutdruck in der Regel etwas höher und sein Wert kann im Laufe des Tages variieren, da er sich unterschiedlichen Belastungen anpasst. In der Nacht wird der Blutdruck niedriger, was zur Regeneration des Herzens beiträgt. Ein komplexes System mit Barorezeptoren, das durch das Gehirn gesteuert wird, ist für alle diese Anpassungen zuständig. Es gibt dabei drei Arten von Regulation: an der kurzfristigen Regulation ist Sympathikusnerv beteiligt, die mittelfristige Regulation wird durch die in der Nieren freigesetzten Hormone gefördert, und die langfristige Regulation erfolgt durch die Nieren selbst. Dieses gut durchdachte System lässt sich unseren Körper auf unterschiedliche Situationen einstellen. Zum Beispiel bei aktiver Bewegung wird der Blutdruck kurzfristig erhöht, um unsere Muskeln mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen. Trinkt man zu wenig Wasser, sinkt der Blutdruck, da es im Blutkreislauf weniger Flüssigkeit gibt.

Ein zu niedriger Blutdruck kann Schwindelgefühle (insbesondere nach dem Aufstehen), Konzentrationsschwierigkeiten, Kreislaufprobleme und Müdigkeit verursachen, was in der Regel kein besonderes Gesundheitsrisiko beinhaltet, doch ein Symptom einer Erkrankung sein kann. Fällt der Blutdruck plötzlich stark ab, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Langanhaltender Bluthochdruck (Hypertonie) ist gesundheitsschädlich und kann ernste Probleme hervorrufen, da unser Körper ihn nicht selbstständig senken kann. Der Druck auf die Gefässe ist in diesem Fall ständig höher als er sein sollte, und als Folge verdickt sich der Herzmuskel, die Gefässe verlieren an Elastizität und werden anfälliger für Verschleiss. All das kann Herzinfarkt, Herzschwäche oder Schlaganfall verursachen.

Der Blutdruckwert wird in mmHg angegeben. Man unterscheidet den oberen Wert (Systole) und den unteren Wert (Diastole). Die Systole ist der Herzwert und zeigt, welcher Druck im Gefässsystem herrscht, wenn sich der Herzmuskel anspannt. Die Diastole ist der Gefässwert und zeigt den Druck im Augenblick der Herzentspannung.

Es gibt keinen einheitlichen Blutdruckwert und bestimmte Schwankungen je nach dem Alter und individuellen Besonderheiten sind normal. Allgemein gilt der Messergebnis von 120 zu 80 mmHg im Ruhezustand als gesund und optimal. Ein Bluthochdruck liegt bei Werten von 140 zu 90 mmHg, und ein niedriger Blutdruck liegt bei 105 zu 65 mmHg vor.

Hier haben wir für Sie Tipps für einen optimalen Blutdruck zusammengestellt.

  • Die regelmässige Blutdruck-Selbstmessung hilft, Probleme mit dem Blutdruck rechtzeitig zu entdecken. Dazu sind elektronische Geräte für den Oberarm und das Handgelenk bestens geeignet. Es empfiehlt sich, den Blutdruck zweimal täglich immer zu den gleichen Zeiten zu messen.

  • Vermeiden Sie Übergewicht, da es häufig Bluthochdruck verursacht.

  • Essen Sie gesund. Obst und Gemüse müssen auf Ihrem täglichen Speiseplan stehen. Verzehren Sie mehr Fisch und weniger rotes Fleisch und vermeiden Sie Fertigkost, Süssigkeiten, Konserven und Wurstwaren. Wählen Sie eher fettarme, ungesüsste Produkte. Nutzen Sie Oliven-, Raps-, Soja-, Nuss- und Leinöl als Hauptfettquellen.

  • Bei Bluthochdruck ist eine kochsalzarme Ernährung empfehlenswert – maximal 5 Gramm Kochsalz pro Tag. Statt zu viel Salz verwenden Sie natürliche Kräuter und Gewürze.

  • Schränken Sie den Alkoholkonsum ein, am besten verzichten Sie sogar darauf.

  • Lassen Sie den allgegenwärtigen Stress nicht Überhand nehmen und greifen Sie zu verschiedenen Entspannungstechniken.

  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung. Ihr Herz-Kreislauf-System profitiert vom Ausdauersport. Studien zeigen, dass sportliche Betätigung zwei bis dreimal pro Woche die Blutdruckwerte bei Menschen mit Bluthochdruck senken lässt.

  • Schlafen Sie regelmässig aus. Unser Körper benötigt einen erholsamen Schlaf für die Regeneration. Studien beweisen, dass eine Schlafdauer von weniger als acht Stunden die Blutdruckwerte negativ beeinflusst.

  • Durch eine rechtzeitige Behandlung können 75% der Betroffenen gute Blutdruckwerte wieder erreichen. Deshalb ist es empfehlenswert, regelmässig seinen Hausarzt für einen Gesundheitscheck aufzusuchen. Besonders wichtig ist dies beim Verdacht auf Bluthochdruck.

Mit diesen Tipps kann man Blutdruckproblemen vorbeugen, und auch wer damit bereits betroffen ist, kann von diesen Massnahmen profitieren.

Fakten zum Thema

  1. Der Blutdruck ist häufig erhöht bei älteren Menschen und bei Menschen mit Übergewicht.
  2. Bei körperlicher Belastung oder bei Stress kann der Blutdruck ansteigen.
  3. Der Bluthochdruck kann mehrere Jahre hinweg unerkannt bleiben, da viele Betroffene jahrelang keine Beschwerden haben. Oft wird der Bluthochdruck zufällig beim Arzt entdeckt.
  4. Bei kalten Temperaturen verengen sich die Gefässe, so dass das Herz gegen einen erhöhten Widerstand pumpen muss, und der Blutdruck steigt an. Bei warmen Temperaturen weiten sich die Gefässe, was den Blutdruck senken lässt.




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