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Hormonfreie Verhütungsmethoden

Spass haben ohne schwanger zu werden

Viele Frauen haben die Nebenwirkungen von hormonellen Verhütungsmitteln satt und die hormonfreie Verhütung liegt in den letzten Jahren voll im Trend. Wie verhütet man hormonfrei und was sollte man dabei berücksichtigen?

Immer mehr Frauen halten künstliche Hormone in Form einer Pille, welche den Eisprung unterdrücken, für einen gravierenden Eingriff in die natürlichen Abläufe ihres Körpers. Eine hormonfreie Verhütung lässt den natürlichen Zyklus einer Frau unberührt, sodass ihre Hormone in der natürlichen Balance bleiben. Es gibt einige hormonfreie Verhütungsmethoden zur Auswahl und es ist eine ganz individuelle Entscheidung, welche davon für ein Paar die richtige ist.

Wie es schon aus der Bezeichnung klar ist, umfasst hormonfreie Verhütung alle Verhütungsmethoden, die ohne Hormone auskommen. Dazu zählen mechanische (etwa mit dem Kondom, dem Diaphragma, der Kupferspirale, dem Kupferball oder der Kupferkette), natürliche (wie die Temperaturmethode oder Symptothermale Methode), chemische (Spermiziden) und Sterilisation bei der Frau bzw. Vasektomie beim Mann. Entscheidend für die Wahl sind nicht nur individuelle Ansprüche, sondern auch die Zuverlässigkeit verschiedener Methoden.

Dafür wurde noch im Jahre 1933 ein spezieller Wert entwickelt, welcher nach dem Namen seines Erfinders der Pearl-Index heisst. Wenn 100 Frauen mit der gleicher Methode im Laufe eines Jahres verhüten und eine davon schwanger wird, liegt der Pearl-Index dieser Methode bei 1.0. Das heisst also, dass je geringer dieser Index ist, desto sicherer ist die Verhütungsmethode.
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Welche hormonfreie Verhütungsmethoden gibt es? Hier erfahren Sie mehr.

  • Das Kondom (Pearlindex von 2 bis 12). Es bietet zwar keinen Eingriff in die natürlichen Körpervorgänge, das Schwangerschaftsrisiko steigt jedoch bei falscher Anwendung. Der Mann sollte sich darüber informieren, welche Kondomgrösse für ihn die richtige ist, und darauf achten, dass das Kondom beim Herausziehen nicht steckenbleibt oder platzt.

  • Das Diaphragma und die Portiokappe (Pearlindex von 2 bis 6) werden auf dem Muttermund platziert und benötigen zusätzlich Verhütungsgel mit Spermizid. Ihre Anwendung erfordert etwas Übung.

  • Das Frauenkondom oder Femidom (Pearlindex von 5 bis 25) ist einem Kondom ähnlich, wird von innen und aussen mit Gleitgel bestrichen und in der Scheide vom Muttermund bis über die äusseren Schamlippen platziert.

  • Kupferspirale, Kupferkette und Co (Pearlindex von 0.9 bis 3) bieten einen täglichen dauerhaften Schutz im Laufe von 3-5 Jahren. Durch die Wirkung der Kupferionen werden Spermien und ihre Beweglichkeit gehemmt. Wird die Eizelle trotzdem befruchtet, wird ihre Einnistung in der Gebärmutter durch die Veränderung der Gebärmutterschleimhaut verhindert. Darüber hinaus kommt es zu einem erhöhten Risiko für eine Infektion der Gebärmutter und der Eileiter nach dem Einsetzen.

  • Zäpfchen, Tabletten, Verhütungsgels oder -cremes (Pearlindex von 3 bis 21) enthalten chemische Stoffe zur Abtötung, Verlangsamung oder Behinderung der Samenzellen und werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingefügt. In der Regel werden diese Methoden zusätzlich zu anderen Verhütungsmethoden genutzt. Beachten Sie, dass diese chemischen Methoden Wärmegefühle, Brennen und allergische Reaktionen hervorrufen können.

  • Die Temperaturmethode (Pearlindex von 1 bis 3). Die Frau misst die Basaltemperatur, welche danach ausgewertet wird.

  • Die Billingsmethode (Pearlindex von 3 bis 23) liegt in der Untersuchung des Zervikalschleims als Anzeichen für den Eisprung.

  • Die Symptothermale Methode (Pearlindex 0.3) ist die sicherste Methode der natürlichen Familienplanung. Die Frau misst ihre Basaltemperatur und kombiniert das Eisprung-Anzeichen mit der Auswertung ihres Zervixschleims. Während der fruchtbaren Tage verzichtet die Frau auf Sex oder verhütet zusätzlich.

  • Der Verhütungscomputer oder der Zykluscomputer ist ein guter Helfer und Unterstützer in der natürlichen Familienplanung. Er verfügt über ein integriertes Basalthermometer und übernimmt die Auswertung der fruchtbaren Tage. Zyklusmerkmale wie beispielsweise der Zervixschleim oder das Ergebnis eines Ovulationstests können manuell eingegeben werden.

  • Der Coitus Interruptus (Pearlindex von 8 bis 38) oder der sogenannte unterbrochene Geschlechtsverkehr kann eigentlich nicht als Verhütungsmethode gelten. Der Samenerguss erfolgt zwar ausserhalb der Scheide der Frau, die Spermien können jedoch noch vor dem Samenerguss in die Scheide gelangen.

  • Die Sterilisation bzw. Vasektomie (Pearlindex von 0.1 bis 0.2 bei einem Mann und von 0.1 bis 0.4 bei einer Frau). Die Vasektomie, also die Durchtrennung der Samenleiter beim Mann ist sehr viel unkomplizierter und risikoärmer als die Sterilisation der Frau, also die Durchtrennung des Eileiters. Die Fruchtbarkeit lässt sich danach nur bei Männern in 70% Fällen wieder herstellen, bei Frauen ist der Eingriff nicht rückgängig zu machen.

Wichtig bei der Beurteilung des Pearl-Index ist, dass der obere Wert auch die falsche Handhabung der Methode durch die Probanden berücksichtigt. Bei vollkommen korrekter Anwendung der Methode sinkt der Pearl-Index auf den untersten Wert. Mit diesen Informationen können Sie eine hormonfreie Verhütungsmethode ohne unangenehme Folgen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden wählen!

Fakten zum Thema

  1. 47 Prozent der sexuell aktiven Erwachsenen verhüten mit der Pille, 46 Prozent mit dem Kondom.
  2. Es gibt eine Hormonspritze als Verhütungsmethode für den Mann. Sie ist zwar sicher, die Männer leiden jedoch dabei unter Beschwerden, die denen der Pille ähnlich sind: Stimmungsschwankungen, Depressionen und der Veränderung der Libido.
  3. Kondome sind das einzige Verhütungsmittel, welches auch vor sexuell übertragbaren Geschlechtskrankheiten schützt.
  4. Ein regelmässiger Eisprung, der bei der Einnahme der Pille gestört wird, ist durch die Östrogenausschüttung für die Brust-, Knochen- und Herzgesundheit einer Frau sehr wichtig.




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