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Mariendistel

Diese Heilpflanze schützt Sie gegen Vergiftungen

Durch ihre antioxidative, entzündungshemmende und immunstimulierende Wirkung kann diese altbewährte Heilpflanze bei zahlreichen chronischen Beschwerden hilfreich sein. Wie kann die mit Silymarin und anderen Vitalstoffen vollgepackte Mariendistel auch Ihnen helfen?

Mariendistel (Silybum marianum) ist auch unter den Namen Milchdistel, Frauendistel, Silberdistel und Milk Thistle bekannt. Ihre besondere Heilkraft steckt in ihren Samen, welche bereits im 18. Jahrhundert als Lebertherapeutikum eingesetzt wurden. Bis heute wird diese Pflanze vor allem für ihre wissenschaftlich dokumentierte schützende und regenerierende Wirkung auf die Leber geschätzt. Für diese Eigenschaften sind sekundäre Pflanzenstoffe Flavonoide zuständig. In den Samen der Mariendistel ist ein lipophiler Extrakt mit drei isomeren Flavonolignanen: Silybin A und B (= Silibinin), Silychristin und Silydianin. Sie bilden zusammen den Flavonoidkomplex namens Silymarin, wobei Silybin bis zu 70% des Silymarin ausmacht und als die Komponente mit der höchsten biologischen Aktivität gilt. Darüber hinaus enthält Mariendistel andere Flavonolignane wie Betain und Apigenin, bis zu 30% freie Fettsäuren, etwa 30% Eiweiss und Schleimstoffe. Alle diese Inhaltsstoffe tragen zur gesundheitsfördernden Wirkung von Mariendistel bei.

Die Mariendistel ist ein hochwirksames Antioxidans, welches oxidativen Stress mindert und dabei auch körpereigene Antioxidantienproduktion anregt. Dies fördert die Steigerung des Glutathionspiegels. Glutathion ist das Haupt-Antioxidans unseres Körpers, welches in beinahe jeder Zelle und in einer besonders hohen Konzentration in der Leber zu finden ist. Viren, Bakterien, Strahlung, Toxine und der normale Alterungsprozess beschleunigen den Abbau des Gluthations und die antioxidative Wirkung von Silymarin kann vor diesem Abbau schützen. Nicht zufällig findet sich Glutathion in grossen Mengen in der Leber, da es beim Entgiftungsprozess unseres Körpers eine wesentliche Rolle spielt. Studien zeigen, dass Silymarin aus Mariendistelsamen die Leberfunktion verbessert und unsere Leber vor gefährlichen Giften schützt. Es blockiert die Bindungsstellen der Toxine, sodass diese in die Leberzellen nicht eindringen können, und verhindert so Leberschäden. Gleichzeitig sorgt Silymarin für eine bessere Regeneration der Leber auf der RNA- und DNA-Ebene, indem es die Neubildung gesunder Leberzellen fördert. Ausserdem hemmt es die fibrotische Umwandlung von Leberzellen, was besonders wichtig bei einer nicht-alkoholbedingten Fettleber ist.


Seine gesundheitsfördernden Eigenschaften verdankt die Mariendistel vor allem dem Vorhandensein von Silymarin, Gerbstoffen, Phytosterolen, organischen Säuren, Vitaminen und Ballaststoffen


Bei der Einnahme von Medikamenten wie z.B. Paracetamol kann die Mariendistel teilweise vor medikamentenbedingten Schäden schützen. Zu einem gewissen Grad schützt sie auch vor den Nebenwirkungen von Strahlentherapien und Alkohol. Vorteilhaft ist die Einnahme der Mariendistel, ergänzend zur Behandlung des virusbedingten Hepatitis und Leberzirrhose. Darüber hinaus weist Mariendistel eine gallenflussfördernde Wirkung auf und regt die Gallenblasenentleerung an, besonders in Kombination mit Curcumin.

Die Mariendistel unterstützt die Bildung von Magensäure, regt Appetit an und enthält verdauungsfördernde Bitterstoffe und Gerbstoffe, die sich in Synergie mit Silymarin positiv auf das Verdauungssystem bei Reizdarm, Sodbrennen, Magenkrämpfen und Magenverstimmungen auswirken. Darüber hinaus kann Silymarin das Wachstum von Prostatakrebszellen und die Metastasierung von Brustkrebszellen hemmen und unterstützt auf diese Weise Medikamente in ihrer Wirkung, wobei es auch chemotherapiebedingte Leberschäden verringern kann.

Mariendistel spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Cholesterinspiegels, was sich positiv auf Gefäss- und Herzgesundheit auswirkt. Laut mehreren Studien kann Silymarin aus Mariendistelsamen die Entwicklung von Hypercholesterinämie hemmen: es erhöht das „gute” HDL-Cholesterin, senkt das „schlechte” LDL-Cholesterin, wirkt der Verkalkung von Arterien entgegen und hilft auf diese Weise, Schlaganfällen vorzubeugen. Das in der Mariendistel enthaltene Silibinin kann ähnlich wie diabetische Medikamente den Blutzuckerspiegel senken. Einige Studien zeigen, dass die Einnahme des Mariendistelsamen-Extrakts das Immunsystem stärken kann: es werden die Werte der Botenstoffe erhöht, welche die Viren bekämpfen und das Immunsystem stimulieren, aber gleichzeitig dafür sorgen, dass die Abwehrkräfte nicht überreagieren. Durch ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften wirkt Mariendistel auch neuroprotektiv und verbessert die Gehirnfunktion.
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Was sollte man bei der Einnahme von Mariendistelpräparaten beachten? Das erfahren Sie hier.

  • Gemahlene Mariendistelsamen können Sie zu Müsli, Haferflocken, Joghurt, Suppen, Sossen hinzufügen oder über Salate streuen. Flavonoide in Mariendistel sind hitzestabil und werden nur geringfügig beim Kochen reduziert.

  • Um von der vollen Wirkung der Mariendistel profitieren zu können, greifen Sie auf hochdosierte Fertigpräparate zurück, welche auf 70-80% Silymarin standardisiert sind. Diese werden mehrmals täglich eingenommen. Ist dies nicht möglich, nehmen Sie Mariendistelpräparate besser abends als morgens ein, da die Leber besonders in der Nacht aktiv ist.

  • Achten Sie auf Dosis: als wirksam gelten 200-400 mg Silymarin pro Tag. Für Kinder kann die Dosierung je nach Empfehlung des Arztes bei 80 bis zu 320 mg Silymarin pro Tag liegen. Vermeiden Sie unterdosierte Produkte, welche zwar preiswert sind, aber nicht so gut wirken. Da Flavonoide schnell ausgeschieden werden und ihre maximale Konzentration im Blut nach etwa 2 bis 4 Stunden erreichen, empfiehlt es sich, die Einnahme über den Tag zu verteilen.

  • Bei Leberschäden durch Giftstoffe nehmen Sie 800 mg Silymarin aufgeteilt in vier Dosen über zwei bis zu fünf Wochen hinweg ein. Besprechen Sie die Dosierung mit Ihrem Arzt, wenn chronische Erkrankungen vorliegen.

  • Bei hohem Cholesterinspiegel nehmen Sie 200 bis 600 mg Silymarin zu sich, aufgeteilt in drei Dosen im Laufe von vier Monaten.

  • Bei Diabetes mellitus sind 200 mg Silymarin ein- bis dreimal täglich bis 12 Monate lang begleitend zur herkömmlichen Therapie empfohlen.

  • Um von den antioxidativen Eigenschaften der Mariendistel profitieren zu können, nehmen Sie 140 mg Silymarin täglich vier Wochen lang ein.

  • Da Silymarin schlecht wasserlöslich ist, sind die Wirkstoffmengen in Mariendisteltee sehr gering und reichen zur Regeneration der Leber nicht aus. Der Tee kann aber bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl wirksam sein. Giessen Sie 1-2 Teelöffel gemahlene oder gemörserte Samen mit 200 ml heissem Wasser auf, lassen Sie den Aufguss zehn Minuten lang ziehen, giessen Sie ihn ab und trinken Sie den Tee dreimal täglich 30 Minuten vor den Mahlzeiten. Der Tee kann mit Artischocke, Pfefferminze, Löwenzahn, Salbei und Eisenkraut kombiniert werden. Seinen bitteren Geschmack können Sie mit etwas Pfefferminze oder Süssholz überdecken.

  • Wenn es um die Heilung einer geschädigten Leber geht, sollte auch die Ernährungsweise geändert werden. Essen Sie besser zu wenig als zu viel, bevorzugen Sie fettarme und zuckerfreie Produkte und lassen Sie Alkohol, Fast Food sowie unnötige Medikamente weg. Früchte sollten nur auf leeren Magen und für sich gegessen werden.

  • Bei Akne und Ekzeme wenden Sie Mariendistel-Öl an. Es mindert Beschwerden durch seinen hohen Gehalt an hautschützenden Nährstoffen wie Linolsäure, Antioxidantien und Vitamin E.

  • Selten kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, leicht abführender Wirkung oder Überempfindlichkeitsreaktionen kommen. Falls Sie Medikamente einnehmen, besprechen Sie die Einnahme und die Dosierung der Mariendistelpräparate mit Ihrem Arzt. Liegt eine östrogenabhängige Erkrankung wie Endometriose vor, sollte auf Mariendistel verzichtet werden.

Mit diesen Tipps profitieren Sie vom leberschützenden Potenzial und von allen anderen heilenden Eigenschaften der Mariendistel!

Fakten zum Thema

  1. Der Hauptwirkstoff der Mariendistel kann die Leber vor dem tödlichen Gift des grünen Knollenblätterpilzes schützen helfen, welcher für die meisten Pilzunfälle mit Todesausgang verantwortlich ist.
  2. Die Samen der Mariendistel fliegen bei Wind mit einem Flugschirmchen genau wie die Samen des Löwenzahns.
  3. Die Mariendistel ist die am besten untersuchte Leber-Heilpflanze und eine der wichtigsten Nutzpflanzen für die pharmazeutische Industrie.
  4. Alte Aufzeichnungen der antiken Griechen beschreiben Mariendisteltee als Mittel gegen Schlangenbisse und Vergiftungserscheinungen.




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